9. März 2010
0
Von porhmeus in geschichte, gesellschaft
Große Ereignisse wie Katastrophen oder Freudiges, sind den Menschen im Grunde gleich willkommen. Ob Erdbeben mit tausenden Opfern oder Fußballweltmeisterschaften – sie lassen das Alltägliche, die normalen Sorgen zurück treten, sie werden marginal oder zeitweise völlig vergessen.
Sie einen auch, die großen Ereignisse – in diesen Zeiten sind die Gegensätze nichtig. Deshalb mögen die Politiker diese großen Ereignisse auch.
Schlagworte: archetypen, folgen, handeln, relation
7. März 2010
0
Von porhmeus in gesellschaft, leben
»Wir haben es gar nicht gemerkt, wie allmählich die Lüge zur läßlichen Sünde avanciert ist. Wie sie im öffentlichen Leben bei Beantwortung peinlicher Anfragen durch Behörden grassiert. Poitische Aussagen sind bewußt manipuliert. Wissenschaftliche Verlautbarungen werden mit Falschmeldungen gespickt. Literarische Werke leben von Anleihen am geistigen Eigentum anderer. Wer bei persönlichen Bekenntnissen flunkert und im Geschäftsleben betrügt, darf wohlwollender Nachsicht sicher sein. Das Übel wird halt üblich.«
(Harald Kretzschmar bei Ossietzky , Heft 5/2010)
Schlagworte: entwicklung, leben, politik, zeichen
4. März 2010
0
Von porhmeus in bücher
gerade in der Garage und brachte einen Mann um.«. So beginnt der jetzt erschienene Kriminalroman von Richard Stark (Der Gewinner geht leer aus).

Die Parker-Serie von Richard Stark macht süchtig. Parker ist eine besondere Art Krimineller, ein »homo faber« des Verbrechens. Cool und rational bis in die Haarspitzen; ein Technokrat. Zu diesem, für den deutschen Markt neuen, Buch schreibt der Verlag:
Parker ist gerade dabei, einen Auftragskiller umzubringen, als er telefonisch ein unwiderstehliches Angebot erhält: Zufällig haben einige Kollegen von ihm bei einem Einbruch in der Luxusjagdhütte eines Dot-Com-Millionärs eine Reihe unschätzbar wertvoller alter Gemälde entdeckt. Die Sache lässt sich gut an, bloß ist Lloyd – als Computercrack unerlässlich für den Job – ein furchtbarer Choleriker. Als dann auch noch die Polizei Wind von den gestohlenen Gemälden bekommt, würde Parker gerne aussteigen, aber da ist es schon zu spät. Der neue Thriller aus der faszinierend coolen Krimi-Reihe des Kultautors aus den USA.
Am Wochenende soll es ja wieder schneien – ich bleibe im Warmen und werde lesen!
Schlagworte: krimi
1. März 2010
0
Von porhmeus in gesellschaft
Was die NRW-CDU und die Sachsen-CDU machen, wird ja heftig kritisiert. Einerseits verständlich, andererseits weltfremd. In einer Gesellschaft, deren Credo überwiegend darin besteht, alles auf Geld, auf den monetären Wert zu reduzieren, ist das Verhalten der CDU nur konsequent. Wer etwas will, soll dafür zahlen – so ist das halt. Und wer am Meisten zahlt, bekommt auch am Mehr – siehe Hoteliers (das hat ja die FDP nicht allein beschlossen!).
Wir Bürger sollten dieses Prinzip ebenfalls übernehmen: Liebe Parteien, wenn ihr künftig meine Stimme wollt, könnt ihr versuchen, diese zu kaufen. Für ein erstes Gespräch mit mir, ist ein noch zu bestimmender Betrag zu entrichten. Das Nähere erläutert mein Wahlkampfmanager.
Ich überlege, ob ich dieses Prinzip nicht auch für den sonstigen Umgang mit Beamten und Behörden anwenden sollte: Will mein Finanzsachbearbeiter etwas von mir – gerne, aber bitte vorher eine Zahlung an mich! Möchte der Polizeibeamte, dass ich ins Röhrchen blase – gerne, aber vorher eine Zahlung an mich!
Die Gesellschaft geht den Bach runter, aber Einige machen sich die Taschen voll! Solange dies das Prinzip ist und bleibt, soll mir die CDU und FDP mit ihrem Versprechen einer Wende vom Hals bleiben!
Schlagworte: ironie, politik, sozial
27. Februar 2010
0
Von porhmeus in gesellschaft
Es ist nicht brandneu, aber während der letzten Tagen ist mir »authentisch« mehrfach ins Ohr gekommen. Es wurde immer dann verwendet, wenn ein Musikstück, ein Text, eine Rede, ein Photo mehr oder weniger »unprofessionel« war bzw. ist.
Bei Wikipedia lese ich: »Authentizität (von gr. αυθεντικός authentikós „echt“; spätlateinisch authenticus „verbürgt“, „zuverlässig“) bedeutet Echtheit im Sinne von „als Original befunden“. Das Adjektiv zu Authentizität heißt authentisch.«
Mir kommt es so vor, das diese Bezeichnung heute eher als ungewollte »Entschuldigung« verwendet wird und damit dilletantische Ausführungen »geadelt« werden. Oder täusche ich mich hier?
Schlagworte: ironie, mode, sprache, verstehen, zeit
24. Februar 2010
0
Von porhmeus in gesellschaft, glauben
Sie hat es gemacht, war konsequent – so sieht es aus. Aber da steckt mehr dahinter.
Zuerst: es waren nicht nur die 1,54 Promille – sie hat auch eine rote Ampel überfahren. Es ist zum Glück nichts weiter passiert.
Aber auch das wird nicht Alles sein. Die nächsten Tage werden spannend, denn wir werden präsentiert bekommen, wo, mit wem und warum sie getrunken und dabei ihr Amt und ihre Verantwortung scheinbar vollkommen vergessen hat. Wollen wir das wissen? Danach wird nicht mehr gefragt, das lassen sich die Medien nicht entgehen.
Die Kirchen in Deutschland haben es momentan nicht leicht – die Einen stehen vor einem Pädophiliesumpf, die Anderen sind Führungslos.
Schlagworte: religion, resignation, sinn, verstehen, zweifel
23. Februar 2010
0
Von porhmeus in leben, musik
Am vergangenen Samstag im Alten Pfandhaus in Köln spielte Lee Konitz mit Thomas Rückert (piano), Henning Gailing (contrabass) und Drori Mondlak (drums). Souverän, cool im besten Sinne – mit 83 noch in solcher Form zu sein – was kann man mehr wollen. Falls er wieder auftritt – hingehen!
Schlagworte: kreativ, leben, zeit
22. Februar 2010
0
Von porhmeus in alltagspoesie, leben
Wie wird man ein Freigeist? Nichts einfacher als das – mit Hilfe von Eau de Toilette. Was charakterisiert den Freigeist:
Ein maskuliner Duft, der sich dem Üblichen widersetzt – geschaffen für einen Freigeist. Im Mittelpunkt steht eine unkonventionelle Mischung aus Männlichkeit und der Sinnlichkeit von wildem Jasmin. Zusätzlich überrascht die Komposition durch die extreme Frische eines Gin-Akkords und sexy-maskulin wirkendes Wildleder.
Spray Dir den Freigeist auf – auch für die Geistlosen!
Schlagworte: denken, ironie, mode, nichts besonderes